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auf der Internetseite der

Narrenzunft Dillinger Biberstehler e. V.

Vielen Dank für Euren Besuch

 

Wir sind aus unserem geliebten Mitteltorturm ausgezogen!

Wir haben dort viel Freude und Freundschaft erlebt, weshalb wir das heimatliche Gedicht

vom Oberregierungs-Rat Dr. Wegele von 1922

noch einmal in den Mittelpunkt stellen wollen:

"Was der Mitteltorturm spricht"

Ich schaue tief und ruhig in die Stadt,

das weiße Mondlicht liegt darüber matt

ich grüße all´ die Türme und die Mauern,

die einen heiter, and´ re nur mit Trauern.

sie sind bekannt mir alle und vertraut

und haben mit mir gleiche Zeit geschaut.

Es zog an mir vorüber Schmerz und Lust

und alles, was erhebt die Menschenbrust.

Ich sah viel Kriegsvolk durch den Bogen ziehen

und wieder vor dem Feind nach Westen fliehen.

Dann wieder kamen lange Friedensjahre

und Handelsleute trugen ihre bunte Ware

zu Markt und Mess´ auf hochbepackten Wagen.

Was gabs für Freuden und was gabs für Plagen!

Sie alle wanderten in unsern Mauern.

Mach Kindlein trug man unter meiner Traufe

voll Glück zur Kirche hin, zur heil´ gen Taufe,

und viele hat im Sarge unter Klagen

zur letzten Ruhe man hinausgetragen.

Dies alles sah ich, hab´ gehalten still

und dachte nur: Geht alles, wie Gott will.

O Menschen, wie seid ihr doch klein und nichtig

und dünkt euch doch so groß und gar so wichtig.

Wie ihr euch liebt und haßt und was ihr glaubt,

das hat die Ruhe mir noch nie geraubt.

Wie könnt´ ihr mit so vielen Kleinigkeiten

euch so viel Streit und nutzlos Weh´ bereiten!

Nehmt doch ein Beispiel euch an meiner Ruh´

und schließt vor falschem Glanz die Augen zu!

Und denkt daran, daß ihr nichts weiter seid

als nur ein Sandkorn vor der Ewigkeit.

 

Liebster Mitteltorturm,

viele Jahre hast Du uns ein Zuhaus'  gegeben,

so manche Abende waren gefüllt mit lustigem Leben.

Als die Gitarre erklang – haben wir gesungen und gelacht,

auch vor Deinen Mauern den Menschen Freude gebracht.

Hab Dank für Deine Ruh´ und Dein Schweigen,

vorbei ist nun mit buntem Reigen.

Wir Biberstehler  werden nun gehen`

Was die Zukunft Dir bringt, wir werden sehn´.

Mit Wehmut im Herzen, nun ist’s vollbracht,

Dein Tor ist nun zugemacht.

Des Menschen Hand sei Dir wohlgesonnen,

so wie wir Biberstehler Dich liebgewonnen.

Deine Biberstehler