Start Ortssage

Im dreißigjährigen Krieg hatten die Nonnen des Klosters Maria Medingen in Dillingen Zuflucht gesucht. Als der Krieg zu Ende war und die Nonnen in ihr Kloster zurückkehrten, nahmen Sie auch ihre Figur des Jesuskindes mit. Da sich die Dillinger so sehr an dieses Kind gewöhnt hatten, veranstalteten Sie des öfteren Wallfahrten um das Kind im Kloster zu besuchen. Bei diesen Bittgängen stellten sie fest, dass die Nonnen prächtige Biber (Truthahn) züchteten. So mancher Wallfahrer konnte bei dem Anblick dieser herrlichen Tiere nicht widerstehen und ließ einen dieser herrlichen Braten verschwinden. Die Nonnen, die mit der Zeit das Verschwinden ihrer Tiere bemerkten, suchten nach einer Lösung für das Problem. So wurde immer dann, wenn mit Wallfahrern aus Dillingen zu rechnen war, eine Wache aufgestellt die beim Erscheinen der Donaustädter ausrufen musste: "Sperrt die Biber ein, die Biberstehler kommen!" Auf diese Weise erhielten die Dillinger den Spitznamen       "BIBERSTEHLER".